N1-Moderator erklärt seinen Schnulzen-Amok

Markus Heffner spielte ein und denselben Song immer und immer wieder. Liebesdrama – oder genialer Marketing-Coup?
Abendzeitung |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Markus Heffner alias „Heffi“ bescherte seinen Hörern einen irritierenden Start in den Donnerstag: Der Morgen-Moderator spielte den Silbermond-Song „Das Beste“ rauf und runter – angeblich aus Liebeskummer.
Hitradio N1 Markus Heffner alias „Heffi“ bescherte seinen Hörern einen irritierenden Start in den Donnerstag: Der Morgen-Moderator spielte den Silbermond-Song „Das Beste“ rauf und runter – angeblich aus Liebeskummer.

Markus Heffner spielte ein und denselben Song immer und immer wieder. Liebesdrama – oder genialer Marketing-Coup?

NÜRNBERG Mit Romanzen wie Rosamunde-Pilcher-Filmen erzielen die TV-Macher Bestquoten. Mit einem „wahren“ Liebes-Drama wurden jetzt auch die Hörer von Hit Radio N1 beglückt. Ein Moderator lief Schnulzen-Amok...

Es geschah am Donnerstagmorgen: Im N1-Studio sitzt wie immer Markus „Heffi“ Heffner. Doch der 33-Jährige Morgenmann spielt permanent den selben Song: den Schmacht-Fetzen „Das Beste“ von Silbermond. Was war los?

So schildert Heffi die Geschichte: „Ich war auf einer N1-Veranstaltung und habe dort zufällig meine Ex getroffen.“ Ein Party-Fotograf erkannte sein Gesicht und drückte ab. Das Foto landete mit hunderten weiteren Bildern der Fete im Internet. „Irgendwer hat meine Freundin Tanja dann offensichtlich darauf aufmerksam gemacht. Und weil ich ihr nicht erzählt hatte, dass meine Ex auch da war, gab’s Zoff.“ Es folgte: eine Nacht voll Streit und Tränen – und eine angebliche Kurzschlussreaktion am Mikro.

Kurz nach acht war der Radio-Spuk vorbei. Heffis Programmchef Marco König (30) stürmte das Studio, übernahm die Moderation und brummte seinem Kollegen zwei Tage Sonderurlaub auf: „Um sein Privatleben zu klären!“ Der von Liebeskummer geplagte Heffi ist inzwischen wieder wohlauf: „Alles ist wieder gut“, sagt er.

Was bleibt, ist der bittersüße Nachgeschmack, den solche PR-trächtigen Geschichten mit sich bringen. Denn keiner weiß: Ist das Liebesdrama wirklich so passiert – oder war alles nur ein cleverer Marketing-Gag der Radiomacher?

Wenn ja, dann hat sich der zumindest für den Moderator gelohnt: Ein Nürnberger Hotelchef hatte vom Radio-Drama gehört und einen Übernachtungs-Gutschein samt Candlelight-Dinner gespendet. kes

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.