Museen, Zoos und Gedenkstätten öffnen nach der Corona-Pause
München (dpa/lby) - Nach der Schließung von rund acht Wochen wegen Corona sind viele Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Bayern wieder offen. Museen, Gedenkstätten, Tierparks und Botanische Gärten empfingen am Montag Besucher, allerdings mit Einschränkungen. Sie dürfen wegen der Hygiene- und Abstandsregeln nur eine bestimmte Zahl von Menschen einlassen, Tickets müssen oft vorab im Internet gekauft werden. In vielen Häusern war der Start verhalten, so im Deutschen Museum in München oder im Tiergarten Nürnberg. Im Münchner Tierpark Hellbrunn dagegen waren die 2185 Online-Tickets für Montag schon mittags ausverkauft.
Das Deutsche Museum hatte mit bis zu 500 Besuchern gerechnet - diese selbst gesteckte Höchstmarke werde man nicht erreichen, sagte Museumssprecher Gerrit Faust. Der erste Interessent habe um 9 Uhr morgens vor der Tür gestanden. "Der hat die ersten 20 Minuten das Deutsche Museum als Besucher für sich alleine gehabt." Auch Familien mit Kindern hätten den ersten Öffnungstag für einen Ausflug genutzt.
Münchner Zoobesucher müssen ihr Tagesticket online kaufen - und deutlich mehr bezahlen. 17,40 Euro kostet es für Erwachsene statt wie bisher 15 Euro. Ein Tierparksprecher erklärte, das liege an der Provision des Online-Ticketanbieters. Im Tiergarten Nürnberg war weniger los. Um 8 Uhr kamen dort die Ersten. Gegen 10.30 Uhr sei dann ein Kälteeinbruch gekommen und es habe geregnet, sagte eine Zoosprecherin. Bei dem Wetter wolle keiner in den Tiergarten.
In den kommenden Tagen werden weitere Häuser öffnen, etwa am Dienstag die Alte Pinakothek in München oder das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg. Die Pinakothek der Moderne startet am 19. Mai.