Landesfeuerwehrverband: Bayern auf Waldbrände vorbereitet

München (dpa/lby) - Der Landesfeuerwehrverband sieht den Freistaat für mögliche schwere Waldbrände gut gewappnet. Bayern verfüge unter anderem über ein bundesweit einzigartiges Löschsystem, sagte am Donnerstag Jürgen Weiß, Fachbereichsleiter für vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz beim Landesverband.
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Ein Hubschrauber der Bundeswehr bei Löscharbeiten.
Mohssen Assanimoghaddam/Archivbild/dpa Ein Hubschrauber der Bundeswehr bei Löscharbeiten.

München (dpa/lby) - Der Landesfeuerwehrverband sieht den Freistaat für mögliche schwere Waldbrände gut gewappnet. Bayern verfüge unter anderem über ein bundesweit einzigartiges Löschsystem, sagte am Donnerstag Jürgen Weiß, Fachbereichsleiter für vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz beim Landesverband. Dieses greife vor allem dann, wenn es in schwer zugänglichen Gebirgslagen brennt und Hubschrauber benötigt werden. Flächendeckend sind im Freistaat 40 Behälter stationiert, die zwischen 900 und 5000 Liter Löschwasser fassen. Bei Waldbränden werden sie am Rumpf der großen Hubschrauber von Bundespolizei oder Bundeswehr befestigt und gießen das Wasser über dem Feuer aus.

Bei vielen Bränden kämen zunächst die Helikopter der Polizeihubschrauberstaffel mit Sitz im mittelfränkischen Roth und in München zum Einsatz, erklärte Weiß. Diese können Behälter mit jeweils 300 bis 500 Litern Wasser transportieren. Dies reiche, um ein Feuer einzudämmen, bis größere Maschinen zur Verfügung stehen. Gelegentlich würden auch private Maschinen eingefordert.

Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Hartmut Ziebs, hatte am Mittwoch kritisiert, dass zu wenige Hubschrauber der Bundeswehr vom Typ Sikorsky CH-53 einsatzbereit seien, die bis zu 5000 Liter Löschwasser transportieren können. Bundesweit fehlten etwa zehn bis 20 solcher Hubschrauber.

Diese Kritik teilt auch Jürgen Weiß vom Landesfeuerwehrverband Bayern. "Die meisten der CH-53 sind inzwischen alt und nicht mehr flugfähig", sagte er. Von 72 dieser Hubschrauber im Besitz der Bundeswehr seien nur noch etwa 15 flugfähig, schätzte er. Davon wiederum sei ein Teil im Ausland stationiert.

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