Kultur: Grütters baut auf "Rettungs- und Zukunftspaket"

Die Kulturszene gehört zu den großen Verlierern der Corona-Krise. Vielen droht das endgültige Aus. Nun will die Regierung mehr Geld in die Hand nehmen.
dpa |
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Berlin/München (dpa/lby) - Zur Rettung der Kulturszene in der Corona-Krise setzt Kulturstaatsministerin Monika Grütters auf ein "Rettungs- und Zukunftspaket" des Bundes. "Ziel ist es, die deutsche Kulturlandschaft mit ihren speziellen Bedürfnissen und in ihrer ganzen Vielfalt zu erhalten und möglichst rasch wieder viele Arbeitsmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler sowie für weitere Beschäftigte im Kulturbetrieb zu schaffen", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der Vorsitzende der Kulturminister-Konferenz, Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU), begrüßte die Pläne des Bundes, die Kulturszene am Konjunkturprogramm zu beteiligen. "Wir müssen die bestehenden Strukturen in Kunst und Kultur erhalten und Unterstützung leisten", sagte Sibler der dpa.

Mit dem Paket sollten große Härten abgemildert werden, die durch die Corona-Pandemie bei kulturellen Einrichtungen entstanden seien. "Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf Maßnahmen, mit denen überwiegend privat finanzierte Einrichtungen einen pandemiegerechten Wiederbeginn ihrer Aktivitäten ermöglichen können." Dafür werden laut Grütters "zügig" Förderrichtlinien und Systeme erarbeitet und abgestimmt, "damit die Förderungen gemeinsam mit dem Start eines Konjunkturpakets sofort ausgezahlt werden können".

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte zuvor angekündigt, Kulturschaffende sollten Teil des geplanten Konjunkturprogramms der Bundesregierung werden. Details dazu will er Anfang Juni nennen. Nach einem Bericht des "Spiegels" sollen die Hilfen für die Kultur im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen gering ausfallen. Sie sollten nicht einmal einen "mittleren einstelligen Milliardenbetrag erreichen", hieß es unter Berufung auf das Finanzministerium.

Von Seiten der für Kultur zuständigen Länder waren zuletzt gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern gefordert worden. Über die dafür geforderte Abstimmung gibt es bisher keine Informationen. Aus Kreisen der Länder war ein Programm von bis zu zwei Milliarden Euro ins Gespräch gebracht worden.

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