Krisenhilfe: DGB fordert mehr Geld vom Freistaat

"Den Gekündigten von Quelle hilft das Strukturprogramm mit 115 Millionen nicht!“, wettert Gewerkschafts- Boss Stephan Doll
von  Abendzeitung
Kritisiert die 115-Millionen-Hilfe: DGB-Mann Stephan Doll.
Kritisiert die 115-Millionen-Hilfe: DGB-Mann Stephan Doll. © bayernpress.com

"Den Gekündigten von Quelle hilft das Strukturprogramm mit 115 Millionen nicht!“, wettert Gewerkschafts- Boss Stephan Doll

NÜRNBERG Das Strukturprogramm, mit dem der Freistaat den gebeutelten Städten Nürnberg und Fürth helfen will, greift laut Gewerkschaftsbund nicht weit genug. Mittelfrankens DGB-Chef Stephan Doll kritisiert, dass die 115 Millionen Euro den entlassenen Mitarbeitern bei Quelle nicht wirklich helfen.

„Wir begrüßen zwar, dass Hochtechnologie gefördert wird“, sagte Doll. Aber Hilfen für den Arbeitsmarkt und für die Qualifikation von Jugendlichen würden im Programm kaum berücksichtigt. Hier seien 110 Millionen Euro nötig – vom Freistaat gibt’s aber nur 10 Millionen. Was Doll besonders ärgert – alle Projekte seien im Vorfeld mit dem Ministerpräsidenten abgestimmt gewesen: „Es ist ein Skandal, dass für wichtige Säulen des Programms nun fast kein Geld da ist.“

„Wir haben strukturelle und soziale Verwerfungen in den beiden Städten“, sagte Doll. „Es gibt eine spürbare soziale Krise!“ So sei der Anteil der Langzeitarbeitslosen in Nürnberg deutlich höher als anderswo. Die nicht berücksichtigten Projekte hätten geholfen, diese Menschen wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern.

Die SPD hatte das Finanzpaket dagegen begrüßt. mir

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