Kooperation von Schule und Wirtschaft umstritten

München (dpa/lby) - Organisationen, Verbände und Unternehmen sind an bayerischen Schulen omnipräsent, doch die Kooperationen sind umstritten. "Schulen werden mit Unterrichtsmaterialien und außerschulischen Angeboten überhäuft", kritisiert Felix Kamella vom Verein LobbyControl.
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Ein Schüler einer zehnten Klasse programmiert mit seinem Tablet den Einplatinencomputer "Calliope mini". Foto: Uli Deck/Archivbild
dpa Ein Schüler einer zehnten Klasse programmiert mit seinem Tablet den Einplatinencomputer "Calliope mini". Foto: Uli Deck/Archivbild

München (dpa/lby) - Organisationen, Verbände und Unternehmen sind an bayerischen Schulen omnipräsent, doch die Kooperationen sind umstritten. "Schulen werden mit Unterrichtsmaterialien und außerschulischen Angeboten überhäuft", kritisiert Felix Kamella vom Verein LobbyControl. Welche Organisationen an Schulen aktiv seien und was sie dort genau täten, wisse weder der Verband noch das Kultusministerium. Es sei die Entscheidung der Schule, ob eine Kooperation pädagogisch sinnvoll sei oder eine reine Werbemaßnahme.

Das Kultusministerium unterstützt hingegen den Austausch zwischen Schule und Wirtschaft. "Die Schule sollte ja für das Leben und eine gute Berufsausbildung oder ein Studium qualifizieren", sagt Kultusminister Michael Piazolo. In der Regel handelt es sich bei den Kooperationen um kostenlose Unterrichtsmaterialien oder Workshops zum Berufseinstieg. Die Schüler können erste Kontakte mit der Arbeitswelt knüpfen, die Unternehmen junge Mitarbeiter gewinnen.

Werbung ist verboten, doch Sponsoring ist unter bestimmten Umständen erlaubt. So hat Google kürzlich kleine Computer für 20 bayerische Schulen mitfinanziert, um laut Webseite des Projekts "das Bildungssystem zu verändern und mehr Medienkompetenz dauerhaft in den Lehrplänen zu verankern."

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