Karmelitin: Corona-Ruhe ist andere Stille als sonst

Dachau (dpa/lby) - Einsamkeit und Rückzug von der Welt - die Corona-Krise zwingt derzeit viele Menschen in diese Daseinsform. Gewöhnlich prägt Zurückgezogenheit das Leben bestimmter Mönche und Ordensfrauen.
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Dachau (dpa/lby) - Einsamkeit und Rückzug von der Welt - die Corona-Krise zwingt derzeit viele Menschen in diese Daseinsform. Gewöhnlich prägt Zurückgezogenheit das Leben bestimmter Mönche und Ordensfrauen. Derzeit fühle sich die Stille aber anders an als sonst, berichtet die Karmelitin Schwester Katharina vom Karmel Heilig Blut Dachau. Es sei eine "angefüllte Stille, in der all die Nachrichten aus den verschiedenen Ländern ihren Platz haben".

Schwester Katharina wendet sich nun online an die Menschen: Über die Homepage des Erzbistums München und Freising sowie über die Social-Media-Kanäle Instagram und Facebook der Erzdiözese. Auch im Kloster sei es von den äußerlichen Einflüssen her ruhiger geworden, berichtet sie: "Kein Fluglärm über uns ... Kein Dauerrauschen von der Autobahn... Kein nächtliches Aufwachen, weil ein Güterzug in der Nähe durch die Nacht donnert." Gäste, die sonst in die Sprechzimmer oder zu Stundengebet und Eucharistie kämen, fehlten. Die Schwestern seien wie sonst zum Gebet vereint "und doch: Da ist etwas anders. Es ist paradox, aber das nun geschlossene Gitter, welches unseren Chor vom Kirchenschiff trennt, öffnet mein Beten für die Menschen mehr als sonst".

Der Karmel als kontemplativer Orden sieht seine zentrale Aufgabe im Gebet. Es herrscht grundsätzlich eine Atmosphäre der Stille und des Schweigens.

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