Evangelischer Pfarrer pöbelt gegen Homosexuelle

Ein Pastor pöbelt in einem Gemeindebrief gegen Homosexuelle und stellt deren Beziehungen mit Sodomie gleich: „Ehe für alle“ sei wie „Ehe mit dem Haustier".
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Zieht seltsame Vergleiche: Pastor Günter Weigel.
ho Zieht seltsame Vergleiche: Pastor Günter Weigel.

Der evangelische Pastor Günter Weigel pöbelt in einem Gemeindebrief gegen Homosexuelle und stellt deren Beziehungen mit Sodomie gleich: „Ehe für alle“ sei wie „Ehe mit dem Haustier".

Nemmernsdorf - Mit seltsamen Äußerungen hat ein evangelischer Pfarrer von sich Reden gemacht. In einem Gemeindebrief im evangelischen Kirchenblatt „Nemmernsdorfer Kirchenbote“ hat der oberfränkische Pastor Günter Weigel seine Gemeinde irritiert.

Darin heißt es wörtlich: „Nachdem die Homo-Ehe praktisch vom Staat eingeführt und legalisiert wurde, wurde kürzlich die weitergehende Forderung laut, die ,Ehe für alle’ einzuführen. Derlei neue Offenheit ist nicht zu tolerieren Die ,Ehe für alle’ würde in der Konsequenz nämlich in der Tat bedeuten, dass auch die Ehe unter nahen Verwandten (z. B. zwischen Eltern und Kindern oder Geschwistern) dann ebenfalls möglich wäre; oder auch die ,Ehe’ zwischen einem Menschen und seinem geliebten (Haus-)Tier (z.B. mit seinem Hund, seiner Katze, seinem Pferd, seinem Schaf, seiner Kuh usw.).“

Angesichts solcher Amoral, fragt Weigel, wie „dekadent“ und „pervers“ so mancher Politiker und Gesellschaftsvertreter sein müsse. „Die Verwirrung auf diesem Gebiet wird immer größer.“

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Das war zu viel für einige Gemeindemitglieder. Sie schalteten die lokalen Medien und die Landeskirche ein. „Eine solche Äußerung kann man so natürlich nicht stehen lassen“, sagt Michael Mädler, Sprecher der Landeskirche. So etwas Bizarres sei ihm bis jetzt noch nicht untergekommen. Juristen der Kirche würden den Fall jetzt erst einmal prüfen. Welche Konsequenzen es für den Geistlichen hat, steht noch nicht fest. Günter Weigel selbst kann die ganze Aufregung nicht verstehen. Er habe in seiner Andacht im „Kirchenboten“ lediglich ein aktuelles Thema „einfach mal konsequent zu Ende gedacht“, sagt er im Gespräch mit der „Welt“.

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