Eistiger verderben DEG den Karneval
Klar, souverän und völlig verdient haben sich die Nürnberger Eishockey-Profis mit einem 4:1-(3:0, 0:0, 1:1)-Sieg bei den DEG Metro Stars die Punkte geholt.
DÜSSELDORF Dabei erfüllten die Ice Tigers am Freitagabend auch die Trainer-Vorgabe bestens: Als DEL-Primus in die kurze Liga-Pause zu gehen. Einziger Wermutstropfen – die Sperre von Aleksander Polaczek, der sich nach einer kleinen Boxeinlage mit Düsseldorfs Rob Colins seine dritte Zehnminuten-Strafe einhandelte und beim Heimspiel gegen Wolfsburg aussetzten muss.
„Nur Platz eins ist unser Ziel“, hatte Bandenchef Benoit Laporte seiner Tiger-Meute vor der Abfahrt nach Düsseldorf deutlich zu verstehen gegeben. Und von der ersten Sekunde an machten die Noris-Cracks dem einstigen Abo-Meister klar, dass die Titelvergabe in dieser Saison nur über die Ice Tigers zu regeln sein wird. Ehe sich die Düsseldorfer so recht auf dem Eis sortiert hatten, hatten sie auch schon zwei Treffer kassiert.
Brian Swanson nutzte gleich nach 95 Sekunden einen DEG-Fehler eiskalt aus zum 1:0, und nur 16 Sekunden später bediente Shawn Carter mit einem Zuckerpass Florian Keller, der sich mit dem 2:0 bedankte und die Karnevalsstimmung im ISS Dome auf den Nullpunkt brachte. Doch der nächste Schock für die rheinischen Jecken ließ nicht lange auf sich warten. Colin Beardsmore, schon die letzten Spiele in Torlaune, erhöhte per Bauerntrick gar auf 3:0 (5.).
Auf den Rängen jetzt ziemlich tote Hose, auf dem Düsseldorfer Eis die Nürnberger Cracks klar Chef im Ring. Und mit etwas mehr Schussglück hätte es nach den ersten zwanzig Minuten auch gut und gerne 5:0 oder 6:0 stehen können. Doch die Eistiger beließen es dabei, spulten ihr Programm clever herunter. Erst gegen Ende kam noch mal etwas Stimmung auf, als DEG-Keeper Jamie Storr zugunsten eines sechsten Feldspielers geopfert wurde. Jason Pinizzotto traf zum 1:3 (58.), doch 24 Sekunden vor Abpfiff spuckte Petr Fical der DEG nochmals in die Karnevalssuppe – sein Schuss aus dem eigenen Drittel landete im leeren Düsseldorfer Kasten. Michael Rupp/PV
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