Eis-Winter bremst die Tempo-Sheriffs aus

Verkehrsüberwacher und Polizei erwischten zwei Drittel weniger Raser als in einem normalen Monat.
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Da nützte auch das neue, digitale Messgerät nix: Frankens Autofahrer waren wegen der Witterung einfach langsamer unterwegs.
bayernpress Da nützte auch das neue, digitale Messgerät nix: Frankens Autofahrer waren wegen der Witterung einfach langsamer unterwegs.

Verkehrsüberwacher und Polizei erwischten zwei Drittel weniger Raser als in einem normalen Monat.

NÜRNBERG Der harte Winter machte den Autofahrern in Franken schwer zu schaffen: Behinderungen durch Schnee und Eis, Scheiben kratzen, Schlaglochterror. Doch er hatte auch gute Seiten – im Dezember wurden zwei Drittel weniger Strafzettel ausgestellt als in durchschnittlichen Monaten!

Michael Müller, Geschäftsleiter des Zweckverbandes Kommunale Verkehrsüberwachung im Großraum Nürnberg, sieht dies trotz Einnahmeverlusten positiv: „Wir wollen die Verkehrsteilnehmer ja zu korrektem Verhalten anhalten. Wenn sich mehr Menschen an die Regeln halten, freuen wir uns.“

Nicht nur die an die Witterungsverhältnisse angepasste, langsamere Fahrweise spielt beim Rückgang der Verkehrsvergehen eine Rolle. Schneeberge am Straßenrand verhindern auch das Aufstellen von Überwachungsgeräten. So konnten im Dezember in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach bei Tempoverstößen in 30 km-Zonen (und langsamer), für die der Zweckverband zuständig ist, nur 77.000 Euro Bruttoeinnahmen verzeichnet werden. In einem durchschnittlichen Nichtwinter-Monat kommen 280.000 bis sogar 320.000 Euro zusammen. Ein Einnahme-Ausfall von knapp einer Viertelmillion Euro also!

Michael Sporrer, Sprecher vom Polizeipräsidium Mittelfranken vermeldet dieselbe Tendenz: zwei Drittel weniger Verstöße im Dezember, verglichen mit dem Mai 2010.

Doch auch Schnee und Eis bieten in Einzelfällen keine Gewähr für folgenloses Rasen. Michael Müller erinnert sich an den Bericht eines Mitarbeiters, der im Dezember sein Messgerät in einer 30er-Zone zunächst gar nicht aufstellen wollte: „Die Fahrbahn war vereist und die Durchfahrt wegen der Schneemassen am Wegesrand sehr eng. Als er das Gerät trotzdem installierte, staunte er nach kurzer Zeit nicht schlecht: ein Fahrer war mit 71 km durch die schmale Eisgasse gejagt. 200 Euro Strafe (dazu ein Monat Führerscheinentzug und vier Punkte) lautete der Bescheid der Behörde.

Schnee und Eis schützen vor Strafe nicht! dig

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