Einzelhandel mit Weihnachtsgeschäft unzufrieden

Das milde Wetter hat auch Auswirkungen auf den Einzelhandel - warme Kleidung und Wintersportartikel sind gerade nicht der Renner.
dpa |
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Das Wetter lässt manchen Bayern eher an den Biergarten als ans Skifahren denken - warme Kleidung und Wintersportartikel sind im Weihnachtsgeschäft nicht gerade der Renner. Und auch der Kaufrausch via Internet macht den Läden vor Ort schwer zu schaffen.

München - Der bayerische Einzelhandel ist vom Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr enttäuscht. Die angekündigte Umsatzsteigerung von 1,5 Prozent "werden wir nicht erreichen", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann.

Der Samstag vor dem vierten Advent sei schwächer gewesen als sonst. Ein Grund: "Das Wetter ist viel zu mild. Wer denkt an Schals und Mützen bei 12 Grad?" Kleidung und Wintersportartikel blieben liegen. Außerdem bestellen immer mehr Bayern lieber online statt im Laden vor Ort zu kaufen. Der Handel hatte beim Weihnachtsgeschäft im Internet mit einer Steigerung von 20 Prozent gerechnet. "Das wird übertroffen werden", sagte Ohlmann. Das Nachsehen hätten die Läden am Ort: "Online jagt den Läden Kunden ab, ganz massiv."

Die Hoffnung der Einzelhändler ist noch ein starkes Geschäft am Montag und Dienstag. Viele Bayern hätten zwei Brückentage bis Heiligabend freigenommen. Wenn es gut laufe, könne der Einzelhandel vielleicht noch das Niveau des Vorjahres erreichen. Beim Online-Versandhändler Amazon begann am Sonntag die Arbeit in den Versandzentren Bad Hersfeld und Leipzig wieder planmäßig. Klagen gegen die Sonntagsarbeit in diesen beiden Zentren seien abgewiesen worden, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Am Montag soll der Ausstand dort aber ebenso weitergehen wie in Graben bei Augsburg und Rheinberg am Niederrhein.

Die Streiks hatten am 15. Dezember begonnen und sollen bis Heiligabend laufen. Verdi fordert, dass Amazon seine Mitarbeiter nach dem Einzelhandels-Tarif statt nach dem niedrigeren Logistik-Tarif bezahlt. Amazon lehnt das ab. Die Firmensprecherin betonte, trotz des Streiks gebe es keine Lieferverzögerungen.

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