Das Heroin kam einfach per Post
15 Mal lief alles glatt, das letzte Päckchen aber ging bei der Lieferung kaputt – jetzt muss die süchtige Dealerin für fünf Jahre ins Gefängnis.
NÜRNBERG Sie hatte es so vermeintlich clever ausgedacht: Per Post ließ sich die Nürnbergerin Silvana D. (33) von einem Berliner Dealer mit Heroin versorgen, damit ja keiner etwas merkt. 15 Mal ging’s gut in einem Jahr, doch dann flog sie durch einen dummen Zufall auf. Gestern erhielt sie am Nürnberger Landgericht wegen Handels mit 165 Gramm Heroin fünf Jahre vier Monate Haft.
Eine bittere Strafe für die drogenabhängige Mutter einer neunjährigen Tochter, um die sich jetzt die Großeltern kümmern müssen. Doch es geht um die härteste und gefährlichste Droge am Markt.
Ein Hubwagen überrollte das Päckchen
Vor fünf Jahren hatte sich Silvana D. (Verteidiger Thomas Dolmany, Jürgen Lubojanski) noch Marihuana angebaut, war aufgeflogen und mit einer Geldstrafe davongekommen. Doch sie ließ nicht von den Drogen, war bereits süchtig danach.
2007 ließ sie sich vom Dealer ihres Vertrauens Päckchen mit 15 oder 20 Gramm Heroin schicken, bezahlte per Überweisung. Bis Ende 2007 die zuletzt bestellte Sendung nicht bei ihr eintraf. Sie war im Nürnberger DHL-Verteiler-Lager vom Tisch gefallen und von einem Hubwagen kaputtgefahren worden. 19,6 Gramm weißes Heroin-Pulver von sehr guter Qualität wurden von der Polizei aufgeklaubt, die Empfängerin schnell gefunden.
cis