"Da liegt noch vieles im Argen"

Die Theaterwissenschaftlerin Andrea Maria Erl ist Hausregisseurin am Nürnberger Kindertheater Mummpitz, das federführend ist bei der Organisation des „Panoptikum“-Festivals. Im AZ-Interview zieht sie Bilanz zum »Panoptikum«-Festival.
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Hausregisseurin am Nürnberger Kindertheater Mummpitz: Andrea Maria Erl
Berny Meyer Hausregisseurin am Nürnberger Kindertheater Mummpitz: Andrea Maria Erl

Die Theaterwissenschaftlerin Andrea Maria Erl ist Hausregisseurin am Nürnberger Kindertheater Mummpitz, das federführend ist bei der Organisation des „Panoptikum“-Festivals. Im AZ-Interview zieht sie Bilanz zum »Panoptikum«-Festival.

Auch die letzten zwei von 42 Vorstellungen beim 5. Internationalen Kindertheaterfestival „Panoptikum“, das gestern nach sechs Tagen zu Ende ging, waren ausverkauft. Als Auslastungsquote wurden von den Veranstaltern „96 Prozent“ in Umlauf gesetzt. Wir sprachen mit der künstlerischen Leiterin Andrea Maria Erl.

AZ: Frau Erl, welche Erkenntnisse nehmen Sie aus dem Festival mit?

ANDREA MARIA ERL: Ich glaube, dass es dem Publikum sehr gefallen hat. Wohl auch, weil für jeden etwas dabei war. Dieses Festival war sicher eines der bislang rundesten Programme. Das hat sicher auch mit der finanziellen Planungssicherheit zu tun, weil man dadurch früher und mit wesentlich mehr Ruhe einsteigen kann in die Sichtung.

Würden Sie also vom bislang größten Erfolg sprechen?

Naja, die Auslastungszahlen hatten wir in der Vergangenheit auch. Aber wir waren jetzt zum Beispiel in den Schulen früher ausverkauft. Dort und in der Öffentlichkeit hat das Festival mittlerweile offenbar einen Namen.

Welche aktuellen Linien konnte man denn ablesen?

Dass es neue und spannende Kombinationen gibt, aus Kunst und Schauspiel wie bei Joachim Torbahns „Kobold“ oder Comic-Geschichten wie bei „Sailor“.

In welchem Zustand ist die Branche Ihrer Meinung nach?

Beim Kindertheater liegt für mich nach wie vor vieles im Argen. Es gibt vieles, was nicht unseren Qualitätsansprüchen genügt, wo’s kein Handwerk und Ideen gibt. Es ist also nicht so, dass man vorher einen großen Pool hat, aus dem man mühsam auswählen muss.

Die Nürnberger Szene ist bei „Panoptikum“ sehr präsent. Was bringt das?

Wir profitieren davon. Etwa durch Einladungen von Veranstaltergästen. Und man wird natürlich auch angeregt durch das, was man erlebt. Du siehst deine eigenen Stärken – und deine Schwächen. Es gibt schon noch Dinge, wo man sich nachher sagt: Das möchte man auch können!

daer

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