CSU: Kanzlerkandidatur "deutlich später" klären

Die CSU will die Frage der Kanzlerkandidatur erst mit deutlichem Abstand zu den Parteitagen der Unionsparteien klären. Beide finden im Dezember statt, die CDU will auf ihrem Parteitag einen neuen Vorsitzenden wählen.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Markus Söder (r), CSU-Parteivorsitzender und Markus Blume (l), CSU-Generalsekretär. (Archivbild)
Peter Kneffel/dpa Markus Söder (r), CSU-Parteivorsitzender und Markus Blume (l), CSU-Generalsekretär. (Archivbild)

Berlin - Die CSU will die Frage der Kanzlerkandidatur erst mit deutlichem Abstand zu den Parteitagen der Unionsparteien klären. Beide finden im Dezember statt, die CDU will auf ihrem Parteitag einen neuen Vorsitzenden wählen. "Zu einem deutlich späteren Zeitpunkt werden wir dann darüber befinden, mit welcher Aufstellung wir in den Bundestagswahlkampf ziehen", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der "Welt am Sonntag".

Als Grund nannte er die anhaltende Corona-Krise. "Corona ist nicht vorbei, wir werden durch einen schwierigen Herbst und Winter gehen. Die eigentliche Farce wäre, wenn wir uns zur Unzeit Gedanken machen würden über eine Aufstellung, die erst im Herbst des nächsten Jahres zur Abstimmung steht."

CSU-Chef Markus Söder hatte bislang erklärt, die Frage, wer als Kanzlerkandidat der Union antrete, werde voraussichtlich im Januar nach der Wahl des neuen CDU-Chefs entschieden. Die Bundestagswahl findet voraussichtlich im Herbst 2021 statt. Die CDU kommt Anfang Dezember zu einem Parteitag in Stuttgart zusammen, die CSU trifft sich eine Woche später in Nürnberg.

Um den CDU-Vorsitz - und so indirekt auch um die Kanzlerkandidatur - bewerben sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Bei der Frage nach der Kanzlerkandidatur der Union liegen alle drei in Umfragen aber weit hinter Söder zurück. Der wiederum versichert immer wieder, sein Platz sei in Bayern.

Angesichts der mageren Zustimmungswerte von Laschet, Merz und Röttgen haben einige CDU-Politiker Bundesgesundheitsminister Jens Spahn als neuen Parteichef ins Gespräch gebracht, der bisher im Team mit Laschet antritt. Zugleich haben mehrere Sympathien für eine Kanzlerkandidatur Söders erkennen lassen.

Auch der Berliner CDU-Landeschef Kai Wegner vertritt die Ansicht, Spahn und Söder hätten sich in der Krise bewährt. "Nicht erst seit der Corona-Pandemie haben sich Jens Spahn und Markus Söder als starke Führungspersönlichkeiten bewiesen, die der Union Gesicht und Profil geben", sagte er dem "Tagesspiegel".

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.