Bewährungsstrafe für Ex-Bürgermeister

Der wegen Untreue angeklagte frühere Bürgermeister von Vestenbergsgreuth, Rudolf Müller (CSU), bleibt auf freiem Fuß
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Muss nicht in den Knast: Rudolf Müller.
bayernpress.com Muss nicht in den Knast: Rudolf Müller.

NÜRNBERG/VESTENBERGSGREUTH - Der wegen Untreue angeklagte frühere Bürgermeister von Vestenbergsgreuth, Rudolf Müller (CSU), bleibt auf freiem Fuß

Mit einer Bewährungsstrafe von 15 Monaten milderte das Landgericht am Montag ein erstinstanzliches Urteil gegen Rudolf Müller ab. Das Amtsgericht Erlangen hatte den CSU-Politiker zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt. Sowohl Müller als auch die Staatsanwaltschaft hatten daraufhin Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Das Berufungsgericht honorierte mit der Bewährungsstrafe Müllers Geständnis, das er gegen Prozessende überraschend abgelegt hatte. Er gab zu, dass er Arbeiter des gemeindlichen Bauhofs privat eingesetzt hatte. Die Arbeiter hatten ­ für alle sichtbar ­ unter anderem eine Hofeinfahrt außerhalb der Gemeinde gepflastert. Dem Markt Vestenbergsgreuth war dadurch ein Schaden von rund 27 000 Euro entstanden.

Die Kammer wertete zugunsten des 63-Jährigen, dass er über ein kompliziertes Überstunden-Abkauf-System versucht hatte, den Schaden wiedergutzumachen. Er habe sich viele Jahre lang um die Gemeinde sehr verdient gemacht, sagte die Vorsitzende Richterin. Aber er habe sich wohl an die Macht gewöhnt und so sei die Sache „abgerutscht“. Als Bewährungsauflage muss Müller nun 8000 Euro an die Gemeinde zurückbezahlen. Weitere 20 000 Euro soll er für soziale Zwecke spenden.

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