Arznei-Engpässe in Bayern: Holetschek fordert Vernetzung

"Es ist wichtig, dass jetzt alle gesetzlichen Krankenkassen anfallende Mehrkosten bei Fiebersäften übernehmen und unbürokratische Hilfe anbieten", nimmt der bayerische Gesundheitsminister auch die Kassen in die Pflicht.
AZ/dpa |
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Klaus Holetschek, Staatsminister für Gesundheit und Pflege in Bayern. (Archivbild)
Klaus Holetschek, Staatsminister für Gesundheit und Pflege in Bayern. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa/Archivbild

München - Nach den Lieferengpässen bei Medikamenten für Kinder fordert Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) eine engere Zusammenarbeit von Kinderärzten, Krankenkassen und Apotheken. 

Holetschek fordert: "Kassen müssen ihren Beitrag leisten" 

So solle die Versorgung mit Fiebersäften und Antibiotika für Kinder im Freistaat wieder sichergestellt werden, teilte das Ministerium am Samstag mit.

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Die Apothekerinnen und Apotheker stellten im Bedarfsfall die Fiebersäfte auch selbst her, sagte Holetschek. Die Kassen müssten dabei ihren Beitrag leisten. "Es ist wichtig, dass jetzt alle gesetzlichen Krankenkassen anfallende Mehrkosten bei Fiebersäften übernehmen und unbürokratische Hilfe anbieten", sagte der Minister. Die Mediziner und Pharmazeuten wiederum müssten sich vernetzen, um sich bei Engpässen auch über mögliche Alternativen auszutauschen.

Versorgungsprobleme bei Kindermedikamenten wie Fieber- und Hustensäften

Bereits seit Jahren gibt es in Deutschland Lieferengpässe für Medikamente. Zuletzt gab es besonders Versorgungsprobleme bei Kindermedikamenten wie Fieber- und Hustensäften.

Im Erwachsenenbereich sind beispielsweise Krebsmedikamente, Antibiotika oder auch weit verbreitete Dauermedikamente gegen Bluthochdruck oder zu hohe Cholesterinwerte vom Mangel betroffen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat für die kommende Woche einen Gesetzentwurf angekündigt, um die Versorgungslage zu verbessern.

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